Einspeisevergütung für PV-Dachanlagen soll zum 01.04.2010 um 15% fallen!

Donnerstag, 21. Januar 2010 11:17

Die von Umweltminister Norbert Röttgen vorgeschlagene Einmalabsenkung der Einspeisevergütung für Photovoltaik-Dachanlagen um 15%  stößt in der Solarbranche auf heftige Kritik. Bereits zum 01.04.2010 soll nach Vorschlag von Herrn Röttgen die anpassung in Kraft treten. Aus Sicht des Bundesverbandes Solarwirtschaft wären jedoch nur 5% machbar. Für Freilandanlagen soll die gleiche Senkung in Höhe von 15% zum 01.06.2010 in Kraft treten. Der Eigenverbrauch soll laut BMU weiterhin stärker gefördert werden.

Im Parlament muss die Gesetzesvorlagen noch verabschiedet werden, dies wird nach Norbert Röttgen jedoch schnellstmöglich geschehen.

Neu eingeführt werden sollen auch mengenabhängige Abschläge in Höhe von 2,5%, die an bestimmte Zubaumengen geknüpft sind (z.B. ab 3.500 MW weitere 2,5%). Die eigentlichen Degressionsstufen des EEG bleiben voraussichtlich trotzdem erhalten.

Meiner Meinung nach wird nun bis zum 01.04.2010 ein Hype ausbrechen, der die Preise für PV-Komponenten weiter nach oben treibt. Bleibt abzuwarten, wie sich der Markt ab April entwickelt, hier ist dann wohl eher mit einer gebremsten Nachfrage auszugehen. Die Hersteller werden sich der Absenkung, zumindest in Teilen, anpassen müssen.

Herzliche Grüße,

Ihr

Stefan R. Müller

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Beratungsqualität vs. wirtschaftlicher Ausgleich

Mittwoch, 13. Januar 2010 18:00

Es gibt Situationen im Leben, da fällt man fast vom Glauben ab. Mag sein, daß ich vielleicht manchmal etwas zu blauäugig durch´s Leben gehe und generell immer erst mal an das Gute in den Menschen glaube – allerdings ist eine meiner tiefsten Überzeugungen, daß Qualität sich auf Dauer durchsetzen wird.

Doch: Stehe ich mit dieser Meinung denn mittlerweile alleine da?

Für einen Interessenten, bei dem in der Vergangenheit wohl so ziemlich alles schief gelaufen ist was schief laufen kann (Beteiligungen die in einem Totalausfall endeten, hoffnungslose Überversicherung, unstrukturiertes Stückwerk im Depot, etc.), habe ich ein Konzept ausgearbeitet, daß Ihm und seiner Frau ermöglicht, das ehemals persönlich gesteckte Ziel (Ruhestand mit 55) nun doch noch zu erreichen. Aufgrund der Historie keine leichte Aufgabenstellung, jedoch noch lösbar.

Da wir solche Konzepte generell mit dem Steuerberater des Kunden besprechen wollte ich also einen Termin mit dem steuerlichen Berater des Kunden vereinbaren. Ich staunte nicht schlecht, als ich auf Ablehnung gestossen bin.  Der Steuerberater möchte sich auf keinen Fall mit mir treffen, obwohl er weder das Konzept noch mich und unser Leistungsspektrum kennt. Dem Kunden hat er ausdrücklich von einer Zusammenarbeit mit mir abgeraten.

Die Begründung: Er hat bereits Vertragspartner, auf die er in solchen Fällen zurückgreift. Er sieht keinerlei Bedarf mit mir zusammenzuarbeiten.
(Zwischen den Zeilen: Da ich von Ihnen keinen wirtschaftlichen Ausgleich erhalten, habe ich keine Lust daß Sie meinen Mandanten beraten.)

Nun ja, was diese “Vertragspartner” (die ich kenne und die in der Branche was Qualität angeht auch hinlänglich bekannt sind) in der Vergangenheit so alles angerichtet haben, daß habe ich hier schwarz auf weiss vor mir liegen.  Das “gesamte Werk”  ist ein Paradebeispiel provisionsgesteuerter, von absoluter Profitgier getriebener Beratung. Die Wünsche des Kunden wurden explizit und wissentlich zugunsten maximaler Provisionserträge übergangen,  die Zusammenstellung der “Anlagen” passt nicht ansatzweise zur Risikoaffinität der beratenen Person.

Nun frage ich mich: Kann man wirklich derart gierig und skrupellos sein, daß man alle Prinzipien über Bord wirft und nur noch auf den eigenen Vorteil bedacht ist? Ist eine vertrauensvolle, integere Zusammenarbeit die auf Kundenzufriedenheit und nicht auf höchstmöglichen eigenen Profit und “Schmiergeldzahlungen” ausgerichtet ist in der heutigen Zeit nicht mehr möglich oder erwünscht? Nimmt man es in Kauf, Existenzen “durch den Schornstein zu jagen” um den schnellen €uro zu machen?

Es grüßt sie herzlich,
Ihr
Stefan R. Müller

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Der Finanzhai

Montag, 21. September 2009 8:29

Bei youtube.com habe ich ein recht amüsantes Video der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg  zum Thema Provisionen bei Lebens- und Rentenversicherungen gefunden, das ich meinen Lesern keinesfalls vorenthalten möchte.

Wie ich erfahren konnte haben schon einige Vertriebe versucht, das Video verbieten zu lassen.

Es grüßt Sie herzlich,
Ihr
Stefan R. Müller

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Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann

Freitag, 11. September 2009 13:13

So oder so ähnlich wie in der Überschrift sollte es zumindest sein – theoretisch. Leider ist unsere Gesellschaft immer noch geprägt von Menschen, nennen wir diese einfach mal  “One-Way-Heads”, die große Angst vor Veränderungen haben. Dabei ermöglicht uns ein beherzter Schritt aus der “Komfortzone” meinst ungemein viele neue Blickwinkel und Möglichkeiten.

Genau so verhält es sich mit Kapitalanlagen…

Das Portfolio sollte rund sein, damit die Anlagestrategie die Richtung ändern kann!

Die Anpassbarkeit auf sich ändernde Lebenssituationen und -umstände sollte jederzeit gegeben sein – theoretisch. In der Praxis sieht es meist anders aus. Selbst Kunden mit einem recht ordentlichen Vermögen haben oftmals kein Financial Planning, das alle Vermögenswerte berücksichtigt und dauerhaft fortgeschrieben wird. Oftmals handelt es sich bei der Gesamtbetrachtung der Investments um Stückwerk, daß über die Jahre “angesammelt” wurde und nicht übersichtlich verzeichnet ist. Diese Tatsache macht eine ganzheitliche Betrachtungsweise in vielen Fällen unmöglich. Eine schnelle Reaktion auf sich ändernde Umstände an den Kapitalmärkten kann so keinesfalls gewährleistet, bzw. eine Anpassungen am Portfolio nicht zeitnah vorgenommen werden.

Es ist unvorstellbar, welche Summen von Anlegern jedes Jahr verloren werden, nur weil kein vernünftiges Vermögenscontrolling stattfindet. Bei vielen Depots handelt es sich um eine willkürliche Ansammlung von Wertpapieren, die keinerlei Struktur erkennen lassen. Alternative Anlageklassen, die sich positiv auf die Gesamtrisikostruktur des Anlegers auswirken würden, werden von Banken und Vermögensverwaltern oft gänzlich ausser Acht gelassen, weil in diesen Segmenten keine eigenen Produkte verfügbar sind und bei der Zusammenarbeit mit Drittanbietern ein Teil der Ertrags “verloren” geht.

Diese kurzsichtige Betrachtungsweise wird – sofern der Kunde überhaupt bemerkt was passiert – immer zu Verlusten und Unzufriedenheit führen. Sprechen Sie ihren Berater doch einfach mal auf die Punkte Felxibilität, Anpassbarkeit und vor allem Korrelation der einzelnen Assets untereinander an – und seien Sie gespannt auf seine Antwort…

Es grüßt Sie herzlich,

Ihr
Stefan R. Müller

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Geniale Idee: Staatsschulden einfach mit selbstgedrucktem Geld finanzieren!

Mittwoch, 12. August 2009 12:04

“Quantitative Easing” oder zu deutsch “Assetkaufprogramm” wird es genannt, wenn ein Staatsbank mit selbst gedrucktem Geld Staatsanleihen kauft.  Die Bank of England hat es wieder getan, wie auch schon im Juni – und schwächt damit die eigene Währung.

Aber schlimmer noch – das Geld wir noch nicht einmal gedruckt! Per Tastendruck werden ein paar zahlen genommen und mit ein paar nullen “verfeinert” – nachdem eine Null diese Entscheidung vorher getroffen hat. Eine solche Vorgehensweise finde ich höchst fragwürdig.

Die FED in den USA hat so schon für 300 Mrd. US$ (ja, Sie lesen richtig, 300.000.000.000,-) eigene Schulden gekauft. Und die Englische Staatsbank ist mittlerweile auch schon bei 175 Mrd. Pfund angelangt.

Fakt ist: Wer mit selbstgedrucktem Geld Staatsschulden finanziert, wird früher oder später die eigene Währung schwächen. Dies ufert oftmals (oder generell!?) in einer Hyperinflation aus, die Deutschland z.B. nach dem Ersten Weltkrieg zu spüren bekam.

Die Devisenhändler wird´s freuen, denn deren Zeit wird kommen.

“Aus Fehlern wird man klug”… dieses Sprichwort scheint es im englischen Wortschatz anscheinend nicht zu geben. Es ist schon verblüffend mit welchen Methoden totgerittene Pferde momentan wieder aufgesattelt werden. Bleibt zu hoffen, daß die Reanimationsversuche nicht scheitern.

Es grüßt Sie herzlich,

Ihr
Stefan R. Müller

PS: Wikipedia zum Thema Quantitative Easing: http://de.wikipedia.org/wiki/Quantitative_Lockerung

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Der Verkaufsdruck bei Banken

Freitag, 7. August 2009 10:18

Man sollte meinen, daß die Banken und Sparkassen durch die Finanzkrise wachgerüttelt wurden und nun Kunden- und Bedarfsgerechter beraten. Daß dies nach wie vor nicht der Fall ist, zeigt eine aktuelle Umfrage von ver.di.

Unter http://www.verkaufsdruckneindanke.de haben sich mittlerweile über 2.500 Bankangestellte aus NRW an einer Umfrage beteiligt. Das Ergebnis ist erschreckend. Über 90% der Befragten wünschen sich, den Kunden wirklich beraten zu DÜRFEN. Die Realtität sieht leider anders aus. Enormer Vertribesdruck, Produkte die selbst für den Berater unverständlich sind und Vertriebscontrolling gehören zum Alltag der Bankangestellten. Immer noch steht der Profit der Bank an erster Stelle.

Wir begrüßen diese Initiative von ver.di und hoffen, daß sich noch viele Bankberater an der Umfrage beteiligen und dadurch evtl. ein Umdenken in den Führungsriegen der Kreditinstitute stattfindet.

Es grüßt Sie herzlich,
Ihr
Stefan R. Müller

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Wie viele verschiedene Arten der Kapitalanlage gibt es eigentlich?

Donnerstag, 4. Juni 2009 14:36

In meinen Seminaren frage ich die Teilnehmer immer, wie viele Arten der Kapitalanlage es denn gäbe. Die Antworten  sind zumeist: Tagelsgeldkonto, Aktienfonds, Rentenfonds, Anleihen, Schiffsbeteiligungen, Immobilienbeteiligungen, etc. Aber sind dies wirklich alles verschiedene Arten der Kapitalanlage!?

Verblüfft sind die Leute immer dann, wenn ich folgende Theorie aufstelle:

Es gibt genau ZWEI Arten der Kapitalanlage.

Das glauben Sie nicht? OK, dann lassen Sie uns zusammen erörtern…

Bei Aktien, Aktienfonds, Schiffsbeteiligungen, Private Equity, Containerbeteiligungen investieren wir direkt in ein Unternehmen oder Wirtschaftsgut. Wir stellen das Geld also zur Verfügung, um direkt am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens oder Wirtschaftsguts teilzuhaben.

Bei Staatsanleihen, Corporate Bonds, Tagesgeldkonten u.s.w. verleihen wir das Geld, z.B.  an Banken, Unternehmen oder den Staat. Wir stellen das Kapital also zur Verfügung, damit ein Anderer es investieren kann.

Und genau das sind die zwei Möglichkeiten der Kapitalanlage: Verleihen und investieren!

Was wird jedoch die Bank oder das Unternehmen tun, dem Sie das Geld leihen? Sie/es wird es investieren, um eine ordentliche Rendite zu erwirtschaften, sprich wirtschaftlichen Erfolg oder auch Gewinn damit zu erzielen. Nur einen Bruchteil des Investitionsgewinns erhält der Anleger dann als kleinen Obulus, nämlich als Verzinsung.

Anhand diesem sehr einfachen Beispiels ist sehr schnell erkennbar, daß breit gestreute Investitionen immer rentabler sind, als das verleihen von Geld.

Ein weiterer, nicht unwichtiger Punkt: Geldwert fällt mit der Inflation, Sachwert steigt mit der Inflation. Bei einer Investition in Immobilien, Gold, Schiffe, Unternehmen, etc. handelt es sich um Sachwerte. Ein Sachwert wird nie völlig wertlos sein. Gewerbemietverträge z.B. sind in der Regel indexiert, die Miete wird dem Verbraucherpreisindex also in regelmäßigen Zeitabständen angepasst. Durch die Flucht vieler Anleger in Gold steigt dessen Wert in der Regel gerade bei steigender Inflation, und auch ein Wirtschaftsgut wie z.B. ein Schiff wird nie komplett an Wert verlieren.

Bei Geldwerten verhält es sich da schon etwas anders. Angenommen die Inflation liegt im Durchschnitt bei 2,5%, die Verzinsung jedoch nur bei 1,5% netto.  Der Kaufkraftverlust liegt somit bei ca. 1% p.a. In 20 Jahren sind 100.000,- € also nur noch 80.000,- € wert – trotz laufender Verzinsung!

Im Endeffekt muss jedoch jeder Anleger selbst entscheiden: Möchte ich mein Geld verleihen, oder doch lieber investieren.

Es grüßt Sie herzlich,
Ihr
Stefan R. Müller

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Thema: Allgemein | Kommentare (2)

Können wirklich alle Menschen mit Abitur rechnen?

Donnerstag, 23. April 2009 15:49

Es gibt Telefonate, da kann man nur irritert mit dem Kopf schütteln, nachdem man den Hörer auf die Gabel gelegt hat. Es gibt Momente in denen ich mich ernsthaft frage, ob alle Menschen mit Abitur rechnen können. Und damit meine ich nicht Integralrechnung oder desgleichen – es geht hier nur um Addition und Subtraktion.

Folgender Fall:
Vor zwei Wochen ruft ein Arzt an und möchte sich zu Schiffsbeteiligungen informieren. Nachdem ich ausführlichst über die Risiken und Chancen eines solchen Investments aufgeklärt habe, gehe ich etwas näher auf unser Honorarmodell ein. Ich erkläre ihm, daß bei uns lediglich ein Beratungshonorar in Höhe von € 999,- inkl. Mwst. bei Zeichnung fällig wird. Die Courtage in Höhe von € 3.000,- (12% von € 25.000,-) wird nach Zeichnung in voller Höhe erstattet.

25.000,- € + 5% Agio = 26.250,- €
26.250,- € – 3.000,- € Provisionserstattung = 23.250,- €
23.250,- € + 999,- € Beratungshonorar = 24.249,- €
24.249,- €= tatsächlicher Aufwand für die Zeichnung bei einer nominalen Beteiligungssumme von 25.000,- €

Gleiches erhält der Herr noch einmal in schriftlicher Form, inkl. zwei Emissionsprospekten.

Nun habe ich heute Morgen den Hörer abgenommen und die Nummer dieser Person gewählt. Einfach um zu klären, ob es noch offene Punkte gibt, bzw. nach Durchsicht des Emissionsprospektes weitere Fragen aufgekommen sind.

Ergebnis: Der Herr hat gezeichnet! Beim Vermittler seines Vertrauens! € 25.000,- zzgl. 5% Agio!
Begründung: Das Honorar in Höhe von 999,- € fände er aufgrund der Tatsache, daß wir uns lediglich eine Stunde unterhalten hätten sehr dreist und viel zu hoch. !?!?!?
Kann es vielleicht sein, daß wir uns die Emissionsprospekte durchlesen bevor wir dem Kunden eine Empfehlung aussprechen? Kann es auch sein, daß wir die komplette Abwicklung für den Kunden übernehmen? Kann es sein, daß dies in dem Honorar von 999,- € schon berücksichtigt ist?

Was hat der Herr nun bezahlt: 25.000,- € + 5% Agio = 26.250,- €

Seit diesem Telefonat frage ich mich ernsthaft: Können wirklich alle Menschen mit Abitur rechnen?

Herzliche Grüße,
Ihr
Stefan R. Müller

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Thema: Allgemein | Kommentare (2)

Zeit ist Geld…kennen sie schon “die Einen und die Anderen”!?

Mittwoch, 22. April 2009 21:00

In meinem Dasein als Honorarberater gibt es viele recht verblüffende Aussagen von potenziellen Kunden, weshalb an der Dienstleistung der Honorarberatung kein Bedarf bestünde. Daß diese Menschen gar nicht wissen, was Honorarberatung eigentlich ist, lasse ich an dieser Stelle aussen vor. Auf ein Kuriosum möchte ich an dieser Stelle jedoch  etwas näher eingehen. Es gibt Menschen, die haben einfach keine Zeit einen Termin von 30 Minuten wahrzunehmen, um sich über den Service den ihnen die Honorarberatung bieten würde, zu informieren – obwohl sie – wie schon gesagt – mit der Begrifflchkeit der Honorarberatung gar nichts anfangen können.

Es gibt generell zwei Arten von Menschen…

Da gibt es die Einen: Die haben nie Zeit! Und generell kein Interesse!
Keine Zeit einen Termin zu vereinbaren, keine Zeit sich eine halbe Stunde über ihr Geld zu unterhalten, keine Zeit sich um private Dinge zu kümmern. Kein Interesse an Honorarberatung, kein Interesse die Möglichkeiten zu nutzen, sich die Kosten die mit der Kapitalanlage verbunden sich zu sparen – kein Interesse an wirklich unabhängiger Beratung.

Diese Menschen scheinen (eigenen Aussagen zufolge) in ihrer Arbeit zu versinken – haben aber (auch  nach eigener Aussage) nie Geld, sondern kommen gerade so über die Runden.

Da gibt es aber noch die Anderen: Die haben immer Zeit! Und sind vielseitig interessiert!
Terminvereinbarungen sind kurzfristig möglich, die Gelegenheit sich unverbindlich über das eigene Vermögen und die Möglichkeiten der Honorarberatung zu unterhalten wird gerne wahrgenommen. Im Privatleben widmen sich diese Menschen gerne und ausgiebig der Familie und ihren Hobbys.  Die Möglichkeit zukünftig in Substand anstatt in Ausgabeaufschläge, Provisionen und Gebühren zu investieren, wird dankend angenommen.  Unabhängige Beratung ist für diese Menschen unabdingbar.

Auch diese Menschen gehen ihrer Arbeit nach – haben aber Zeit – und sind in vielen Fällen komischerweise auch recht vermögend!

Was unterscheidet jedoch die Einen von den Anderen!?

Nun, die Einen, die gehen mehr oder weniger mit Scheuklappen durch´s Leben. Tun Dinge immer und immer wieder auf die gleiche Weise – wie schon in der Vergangenheit, ohne die Abläufe zu überdenken und ggf. zu ändern. Ein guter Satz, den man immer wieder hört: Das machen wir schon immer so, da wird sich in Zukunft auch nichts dran ändern. Ich werde schon seit 10 Jahren von XXX Beraten und habe kein Interesse überprüfen zu lassen, ob alle Entscheidungen auch wirklich in meinem Interesse getroffen wurden. Diese Menschen gehen in ihrer (oft unbewussten) Opferrolle voll auf. Sie sind nicht gesprächsbereit, die Angst daß sich durch eine Änderung etwas verschlechtern könnte ist größer, als die Zuversicht mit einem Wechsel etwas zu verbessern. Diese Festgefahrenheit wird auf Dauer immer zu einer negativen Lebenseinstellung führen. Verständlich, wenn man nach eigenen Angaben nichts als Arbeit kennt – und sich trotzdem nichts leisten kann.

Die Anderen hingegen, die sind jederzeit offen für Neues. Verändern Abläufe bewusst, um diese zu verbessern und die Routine zu durchbrechen. Sie hören sich jeden Vorschlag, jedes Angebot geduldig an um daraufhin zu überprüfen, ob sich dadurch nicht vielleicht etwas verbessern lässt. Diese Menschen gestalten ihr Leben aktiv. Sie sind jederzeit gesprächsbereit, sind bereit Dinge zu ändern, wenn sich dadurch eine Verbesserung herbeiführen lässt. Diese aktive und vor allem positive Einstellung zum Leben und vor allem sich selbst gegenüber ist der Grund, weshalb diese Menschen erfolgreich sind. Beruflich, finanziell und auch im privaten Bereich.

Lassen sie mich an dieser Stelle zwei Zitate nennen, die ich in diesem Zusammenhang sehr passend finde:

“Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Ich weiß aber, daß es anders werden muss, wenn es besser werden soll!”
Georg Christoph Lichtenberg

“Ich prüfe jedes Angebot. Es könnte das Angebot meines Lebens sein.
Henry Ford

Routine ist der Feind jeglichen Wachstums. Verändern Sie automatische Abläufe bewusst, um sie zu durchbrechen. Seine Sie aufgeschlossen neuem gegenüber und hören Sie den Menschen zu, die Ihnen etwas zu sagen haben.

Wechseln Sie vom Lager der Einen in das Lager der Anderen.

Herzliche Grüße,
Ihr
Stefan R. Müller

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Thema: Allgemein | Kommentare (1)

Die Definition von Sicherheit bei der Kapitalanlage

Dienstag, 21. April 2009 11:30

Gerade in der heutigen Zeit ist das Verlangen nach Sicherheit bei den Kapitalanlagen von höchster Priorität.  Zu oft haben die Anleger in der Vergangenheit mit vermeidlich “todsicheren” Anlagen Geld verloren. Viele sind sogar in die Nachschusspflicht geraten, z.B. mit Immobilienfonds die als GbR gelaufen sind. Traurig, wenn man dem schlechten Geld noch gutes Geld hinterherwerfen muss. Zu verlockend war in vielen Fällen die Möglichkeit,  Steuern zu sparen.

Nun, da die großen Abschreibungsmodelle von der Regierung mit der Einführung des §15b EstG gekippt wurden, gilt das Hauptaugenmerk wieder der Rendite, nicht der Steuerersparnis. In meinen Augen sollte das auch so sein. Ich hielt noch nie viel davon unrentable Anlagen zu zeichnen, nur um Steuervorteile zu erlangen.

Doch wie definiert man Sicherheit? Ist Sicherheit ein Sparbuch, daß mir nicht annähernd die Nettorendite bringt die ich zum Inflationsausgleich, sprich zum Erhalt der Kaufkraft brauche? Ist Sicherheit das (vermeindlich) sichere Tagesgeldkonto (Kaupthing Edge!?) welches nur in den wenigsten Fällen ausreicht um die Inflation auszugleichen?

Mein Tipp: Seien Sie etwas risikofreudiger, ABER: “Nicht alle Eier in einen Korb legen”.

Ein ausgewogenes Portfolio besteht immer aus vielen verschiedenen Anlageklassen, die untereinander eine möglichst geringe Korrelation aufweisen sollten. So fahren Schiffe in der Regel auch dann rentabel weiter, wenn es an der Börse einmal nicht so rosig aussieht. Projektentwicklungen in Indien können auch in Jahren, wo die Charterraten für Schiffe rückläufig sind, hohe Gewinne abwerfen.

Es wird fast nie der Fall sein, daß alle Infestitionen in einem Portfolio, noch dazu wenn sie etwas “risikobehafteter” sind, in jedem Jahr ein positives Ergebnis erwirtschaften. Ziel sollte es jedoch sein, mit dem “Gesamtpaket” in jedem Jahr ein positives Ergebnis zu erreichen.

Ein großer Punkt der mich immer wieder ärgert sind die sogenannten “Vermögensverwaltungen” bei Banken. Nicht selten handelt es sich dabei lediglich um ein aktiv gemanagetes Depot, daß nur in Wertpapiere investiert. Es dürfte recht schwierig sein, in Börsenschwachen Zeiten (das Jahr 2008 würde ich an dieser Stelle als börsenschwach bezeichnen) ein positives Ergebnis zu erzielen. Und man darf nie vergessen: Um einen Verlust von 50% im Depot auszugleichen, ist ein Gewinn von 100% notwendig!

Viele unserer Kunden hatten im Jahr 2008 Managed Futures im Portfolio – zugegeben eine recht risikobehaftete Anlageklasse. Der MAN AHL Diversified Markets EUR konnte in 2008 jedoch einen Wertzuwachs von 32,8% verzeichnen. Mehr als nur akzeptabel, wenn man dies mit der allgemeinen Wertentwicklunge an der Börse vergleicht. Anlagestrategien wie diese haben maßgeblich dazu beigetragen, das Gesamtvermögen der Kunden vor Wertverlusten zu schützen.

Machen Sie sich einfach mal Gedanken, wie die derzeitige Strukturierung Ihrer Kapitalanlagen aussieht. Bestimmt finden Sie den ein- oder anderen Punkt wo es sich rechnen würde, diesen noch einmal zu überdenken.

Machen Sie sich einfach mal Gedanken über Ihre ganz persönliche “Definition von Sicherheit und Risiko”.


Es grüßt Sie herzlich,
Ihr
Stefan R. Müller

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