Beiträge vom August, 2009

Geniale Idee: Staatsschulden einfach mit selbstgedrucktem Geld finanzieren!

Mittwoch, 12. August 2009 12:04

“Quantitative Easing” oder zu deutsch “Assetkaufprogramm” wird es genannt, wenn ein Staatsbank mit selbst gedrucktem Geld Staatsanleihen kauft.  Die Bank of England hat es wieder getan, wie auch schon im Juni – und schwächt damit die eigene Währung.

Aber schlimmer noch – das Geld wir noch nicht einmal gedruckt! Per Tastendruck werden ein paar zahlen genommen und mit ein paar nullen “verfeinert” – nachdem eine Null diese Entscheidung vorher getroffen hat. Eine solche Vorgehensweise finde ich höchst fragwürdig.

Die FED in den USA hat so schon für 300 Mrd. US$ (ja, Sie lesen richtig, 300.000.000.000,-) eigene Schulden gekauft. Und die Englische Staatsbank ist mittlerweile auch schon bei 175 Mrd. Pfund angelangt.

Fakt ist: Wer mit selbstgedrucktem Geld Staatsschulden finanziert, wird früher oder später die eigene Währung schwächen. Dies ufert oftmals (oder generell!?) in einer Hyperinflation aus, die Deutschland z.B. nach dem Ersten Weltkrieg zu spüren bekam.

Die Devisenhändler wird´s freuen, denn deren Zeit wird kommen.

“Aus Fehlern wird man klug”… dieses Sprichwort scheint es im englischen Wortschatz anscheinend nicht zu geben. Es ist schon verblüffend mit welchen Methoden totgerittene Pferde momentan wieder aufgesattelt werden. Bleibt zu hoffen, daß die Reanimationsversuche nicht scheitern.

Es grüßt Sie herzlich,

Ihr
Stefan R. Müller

PS: Wikipedia zum Thema Quantitative Easing: http://de.wikipedia.org/wiki/Quantitative_Lockerung

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: Stefan R. Müller

Der Verkaufsdruck bei Banken

Freitag, 7. August 2009 10:18

Man sollte meinen, daß die Banken und Sparkassen durch die Finanzkrise wachgerüttelt wurden und nun Kunden- und Bedarfsgerechter beraten. Daß dies nach wie vor nicht der Fall ist, zeigt eine aktuelle Umfrage von ver.di.

Unter http://www.verkaufsdruckneindanke.de haben sich mittlerweile über 2.500 Bankangestellte aus NRW an einer Umfrage beteiligt. Das Ergebnis ist erschreckend. Über 90% der Befragten wünschen sich, den Kunden wirklich beraten zu DÜRFEN. Die Realtität sieht leider anders aus. Enormer Vertribesdruck, Produkte die selbst für den Berater unverständlich sind und Vertriebscontrolling gehören zum Alltag der Bankangestellten. Immer noch steht der Profit der Bank an erster Stelle.

Wir begrüßen diese Initiative von ver.di und hoffen, daß sich noch viele Bankberater an der Umfrage beteiligen und dadurch evtl. ein Umdenken in den Führungsriegen der Kreditinstitute stattfindet.

Es grüßt Sie herzlich,
Ihr
Stefan R. Müller

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: Stefan R. Müller