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Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann

Freitag, 11. September 2009 13:13

So oder so ähnlich wie in der Überschrift sollte es zumindest sein – theoretisch. Leider ist unsere Gesellschaft immer noch geprägt von Menschen, nennen wir diese einfach mal  “One-Way-Heads”, die große Angst vor Veränderungen haben. Dabei ermöglicht uns ein beherzter Schritt aus der “Komfortzone” meinst ungemein viele neue Blickwinkel und Möglichkeiten.

Genau so verhält es sich mit Kapitalanlagen…

Das Portfolio sollte rund sein, damit die Anlagestrategie die Richtung ändern kann!

Die Anpassbarkeit auf sich ändernde Lebenssituationen und -umstände sollte jederzeit gegeben sein – theoretisch. In der Praxis sieht es meist anders aus. Selbst Kunden mit einem recht ordentlichen Vermögen haben oftmals kein Financial Planning, das alle Vermögenswerte berücksichtigt und dauerhaft fortgeschrieben wird. Oftmals handelt es sich bei der Gesamtbetrachtung der Investments um Stückwerk, daß über die Jahre “angesammelt” wurde und nicht übersichtlich verzeichnet ist. Diese Tatsache macht eine ganzheitliche Betrachtungsweise in vielen Fällen unmöglich. Eine schnelle Reaktion auf sich ändernde Umstände an den Kapitalmärkten kann so keinesfalls gewährleistet, bzw. eine Anpassungen am Portfolio nicht zeitnah vorgenommen werden.

Es ist unvorstellbar, welche Summen von Anlegern jedes Jahr verloren werden, nur weil kein vernünftiges Vermögenscontrolling stattfindet. Bei vielen Depots handelt es sich um eine willkürliche Ansammlung von Wertpapieren, die keinerlei Struktur erkennen lassen. Alternative Anlageklassen, die sich positiv auf die Gesamtrisikostruktur des Anlegers auswirken würden, werden von Banken und Vermögensverwaltern oft gänzlich ausser Acht gelassen, weil in diesen Segmenten keine eigenen Produkte verfügbar sind und bei der Zusammenarbeit mit Drittanbietern ein Teil der Ertrags “verloren” geht.

Diese kurzsichtige Betrachtungsweise wird – sofern der Kunde überhaupt bemerkt was passiert – immer zu Verlusten und Unzufriedenheit führen. Sprechen Sie ihren Berater doch einfach mal auf die Punkte Felxibilität, Anpassbarkeit und vor allem Korrelation der einzelnen Assets untereinander an – und seien Sie gespannt auf seine Antwort…

Es grüßt Sie herzlich,

Ihr
Stefan R. Müller

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: Stefan R. Müller

Der Verkaufsdruck bei Banken

Freitag, 7. August 2009 10:18

Man sollte meinen, daß die Banken und Sparkassen durch die Finanzkrise wachgerüttelt wurden und nun Kunden- und Bedarfsgerechter beraten. Daß dies nach wie vor nicht der Fall ist, zeigt eine aktuelle Umfrage von ver.di.

Unter http://www.verkaufsdruckneindanke.de haben sich mittlerweile über 2.500 Bankangestellte aus NRW an einer Umfrage beteiligt. Das Ergebnis ist erschreckend. Über 90% der Befragten wünschen sich, den Kunden wirklich beraten zu DÜRFEN. Die Realtität sieht leider anders aus. Enormer Vertribesdruck, Produkte die selbst für den Berater unverständlich sind und Vertriebscontrolling gehören zum Alltag der Bankangestellten. Immer noch steht der Profit der Bank an erster Stelle.

Wir begrüßen diese Initiative von ver.di und hoffen, daß sich noch viele Bankberater an der Umfrage beteiligen und dadurch evtl. ein Umdenken in den Führungsriegen der Kreditinstitute stattfindet.

Es grüßt Sie herzlich,
Ihr
Stefan R. Müller

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: Stefan R. Müller